Das Bienensterben

und die Risiken für die Landwirtschaft in Europa

Die Rolle der Bienen

Bienen und andere Bestäubungsinsekten spielen eine entscheidende Rolle im Ökosystem. 90 Prozent der Pflanzenarten müssen durch Insekten bestäubt werden und ein Drittel der globalen Nahrungsmittelproduktion ist von Bienen und anderen Insekten abhängig.

Wenn es keine Bienen mehr gäbe, hätte dies verheerende Folgen für unsere Nahrungsmittelproduktion. Wer würde all diese Pflanzen ohne die Bienen bestäuben? Ein Beispiel aus China zeigt, dass Bestäubung per Hand extrem arbeitsintensiv, langsam und kostspielig ist – kann sich Europa das leisten? Gerade sehr vitaminreiche Nahrungsmittel wie Äpfel, Himbeeren, Tomaten und Mandeln würden sehr selten und teuer werden. Der ökonomische Wert der Bienenbestäubung beträgt weltweit ungefähr 256 Mrd. Euro. Bienenschutz zahlt sich auch aus ökonomischer Sicht definitiv aus.

Insektizide töten Bienen

Insbesondere Insektizide stellen die grösste direkte Gefahr für Bestäuber dar. Wie ihr Name verrät, handelt es sich um Chemikalien zur Abtötung von Insekten. In der Umwelt werden sie in großem Maßstab eingesetzt, hauptsächlich im Umfeld von Kulturflächen.

Obwohl bisher nur wenige Daten darüber vorliegen, in welchem Umfang Insektizide zum weltweiten Bestäuberrückgang beitragen, zeigt sich inzwischen immer häufiger, dass sich einige Insektizide in den Konzentrationen, in denen sie im derzeitigen chemieintensiven Agrarsystem regelmässig zum Einsatz kommen, deutlich negativ auf die Gesundheit des einzelnen Bestäubers sowie ganzer Bestäubervölker auswirken. Die beobachteten subletalen Wirkungen geringer Insektiziddosen auf Bienen sind vielfältig und unterschiedlich.

Was können wir tun?

Jeder Fortschritt, der bei der Umwandlung des derzeitigen destruktiven, chemieintensiven Landwirtschaftssystems in ein ökologisches Agrarsystem erzielt wird, kommt nicht nur der globalen Bestäubergesundheit zugute, sondern wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf andere Umweltdimensionen und die Ernährungssicherheit des Menschen aus.

Kurz- und mittelfristig liegen spezielle Probleme vor, die die Gesellschaft sofort in Angriff nehmen kann, um die globale Bestäubergesundheit zu stabilisieren. Der Nutzen eines solchen Handelns könnte unmittelbar sichtbar werden.

Schicke dem zuständigen Bundesrat eine Email

Sehr geehrter Herr Bundesrat Schneider-Ammann

Um das Bienensterben zu stoppen, fordere ich Sie dringend auf, alle bienenschädlichen Pestizide umgehend zu verbieten. Das Teilverbot vom letzten Jahr reicht bei weitem nicht aus, um unsere Bestäuber zu schützen. Es liegt an Ihnen, längst überfällige, wirkungsvolle Massnahmen zu beschliessen.

Weltweit berichten Imkerinnen und Imker seit einigen Jahren von hohen Sterberaten ihrer Honigbienen-Völker. Chemische Pestizide stellen eine der größten direkten Gefahren für Bestäuber dar. Dabei ist ein Drittel der globalen Nahrungsmittelproduktion von Bienen und anderen Insekten abhängig.

Herr Schneider-Ammann, als Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung und des dazugehörigen Bundesamtes für Landwirtschaft erwarte ich von Ihnen, dass Sie sich für überlebensfähige Bienenpopulationen in der Schweiz einsetzen.
Ich fordere:

To:

  • Johann Schneider-Ammann
  • Bundesamt für Landwirtschaft BLW
  • Mattenhofstrasse 5
  • 3003 Bern, Schweiz
7'413

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